Franks Alpin Seite - Strahlhorn
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9 Std. |
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WS |
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Britanniahütte |


Man startet von der Britanniahütte für Westalpen noch recht spät so gegen 5 Uhr. Erstmal muss man runter auf den Hohlaubgletscher, den man in südwestlicher Richtung überquert. Über eine Moräne gelangt man dann auf den Allalingletscher. Von nun an hat man das Ziel auch schon immer von Augen.
Nur der ist weit, sehr weit. Von Moränenrücken bis zum Adlerpass sind es schon mal über viereinhalb Kilometer - Luftlinie. Ich schätze, dass man insgesamt mehr als 6 Kilometer Gletscher vor sich hat. Und zurück natürlich noch mal. Da der Gletscher aber nicht so sonderlich schwer ist, hat man sehr viel Zeit die tolle Landschaft zu genießen. Das imposante Rimpfischhorn liegt rechts von einem. Hinter sich tauchen etwas später der Weismies und das Fletschhorn auf. Spätestens ab Höhe des Adlerpasses kommt jeder auf seine Kosten.
Das Matterhorn taucht dort langsam vor einem auf. Bei guter Sicht zusammen mit dem Mount Blanc Massiv, das nur knapp links des Matterhornes liegt.
Zum eigentlichem Weg ist nicht viel zu sagen. Auf dem unterem Allalingletscher hält man sich in Fliessrichtung eher links, aber mit genügend Respektabstand zur Rimpfischhorn-Ostwand. Aus der kommen doch öfters mal Steine. Kurz vor dem Adlerpass gilt es eine kleine nicht sehr Steile Stufe zu überwinden. Dann geht es wieder flacher weiter. In einer weiten Linkskurve steuert man dann fast direkt auf dem Gifel zu.
Den kurzen Firngrat erreicht man über die etwas steilere Seitenflanke. Nach ein paar Meter Firngrat und noch weniger Fels ist man beim Gipfel. Mittendrin in der Walliser Pracht. Egal in welche Richtung man auch schaut, namhafte 4000er sind immer dabei. Einfach eine grandiose Aussichtskanzel. Leider etwas klein, um die Aussicht lange zu genießen. Die anderen Gipfelaspiranten öchten ja noch hier rauf.
Der Rückweg ist bekannt, er folgt dem Aufstiegsweg. Wegen der Länge zieht sich dieser auch gewaltig hin. Zum Abschluss gibt es dann noch 60 Höhenmeter von Gletscher rauf zur Britanniahütte. Die braucht man dort echt nicht mehr :-). Aber was soll's.
Die Tour ist technisch nicht sonderlich anspruchsvoll, sollte aber aufgrund der Länge nicht unterschätzt werden. Gute Kondition und stabiles Wetter sind Grundvoraussetzung für eine schöne Bergfahrt.