Franks Alpin Seite - Hochkalter
| 4-5 Std. bis Gipfel | |
| L | |
| II | |
| Blaueishütte |

Der nördlichste Gletscher der Alpen, das ist das Markenzeichen des Hochkaltars. Noch. Den wie überall ist auch der Blaueisgletscher stark am schmelzen und wird wohl in den nächsten Jahren ganz verschwinden. Wer also die Tour noch mit Gletscher machen will, sollte sich beeilen.
Ansonsten bietet die Überschreitung des Hochkaltars alles, was eine Hochtour eben benötigt. Eis, Schnee, Fels und eine tolle Aussicht. Man startet natürlich an der Blauseishütte. Ein Übernachtung empfiehlt sich aus zwei Gründen: Ersten ist das die Tour erträglich in ihrer Länge und Zweitens (viel wichtiger) man kommt gleich zweimal in den Genuss der Kuchen dort...
[[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_01&align=left&title=Der erste Abschnitt, der Blaueisgletscher&desc=Der erste Abschnitt, der Blaueisgletscher]][[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_02&align=right&title=Übergang von Gletscher zur Blaueisscharte&desc=Übergang von Gletscher zur Blaueisscharte]]Von der Hütte geht es erstmal Richtung Gletscher. Den Weg dorthin kann man eigentlich gar nicht verfehlen. Da weiter über unteren Todeisfeld etwas rechst haltend auf das Steinbänder zu. Über die Bänder von rechts nach links querend kommt man von dem unteren Eisfeld zum oberen Gletscherteil. In dem oberen Teil arbeitet man sich dann entweder direkt oder im Zick-Zack-Verfahren immer höher bis man zu einer kleinen Rinne/Verschneidung kommt, die nach links oben wegführt. Der Übergang ist nicht immer ganz einfach und je später man im Jahr dran ist um so größer kann die Randkluft werden. Durch die Rinne gelangt man auf ein großes Schneefeld, das zwischen dem Grat zum Blauseisgipfel und dem Grat zum Hochkaltar liegt, der Blaueisscharte.
[[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_03&align=left&title=Blaueisspitze vom Hochkalter&desc=Blaueisspitze, von der Blaueisscharte (ganz rechts im Bild) nur eine kleiner Abstecher]]Wer möchte und Zeit hat, kann jetzt einen kurzen Abstecher zum Blaueisgipfel machen. Wer sich Zeit läßt, benötigt dafür mit Pause auf dem Gipfel ca. eine Stunde, wer sich beeilt ist auch in einer halben Stunde wieder zurück. Das Schneefeld eignet sich auch ganz gut, für einen kleine Pause.[[DivClear]]
[[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_04&align=left&title=Beginn des Felsteils&desc=Der Weg liegt immer links von der Schneerinne]][[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_05&align=right&title=Süd-Ost-Seite des Hochkaltars&desc=Süd-Ost-Seite des Hochkaltars. Der Aufstieg erfolgt zwischen der Schneerinne und der schwach ausgeprägten Kante/Grat]]Weiter geht es dann links des Schneegrates in die Felsen hinein. Ab hier ist die Wegfindung ist nicht immer ganz einfach. Im groben hält man sich zwischen den ganz schwach ausgeprägtem Grat und einer Schneerinne und folgt großen Rissen/Rinnen Ab und zu findet man auch eine Markierung oder einen Steinmann. Tendenziell hält man sich eher rechts. Die meisten 'Probleme' werden ebenfalls rechts umgangen. Man muss aber aufpassen, nicht zu weit nach rechts zu queren. Wenn man auf Trittspuren achtet, ist der Weg aber zu finden.[[DivClear]]
[[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_06&align=left&title=Schmalle Scharte unterhalb des Gipfelaufbaus&desc=Schmale Scharte unterhalb des Gipfelaufbaus]]Später hält man auf die Schulter unterhalb des Gifel zu, die aber nicht überschritten wird. Vielmehr folgt man des ausgeprägten Trittspuren südlich unterhalb zu eine kleinen Scharte, die auch das obere Ende der Schneerinne ist. Diese wird gequert und dann geht es die letzten Meter hinauf zum Gipfel des Hochkaltars. Dort hat man eine, gute Sicht vorausgesetzt, einen super Blick in die nördlichen Ost-Alpen.[[DivClear]]
[[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_07&align=left&title=Nordgrat&desc=Nordgrat, im hinteren Teil ist der Rodalfen erkennbar]]Nun kann man entweder durchs Ofental ganz hinab steigen oder aber dem breiten Grat nach Norden folgen bis zum Schönen Fleck und dann zurück zur Blaueishütte absteigen. Da wir ja noch Kuchen wollen, nehmen wir natürlich den Weg über den Schönen Fleck. Der Weg führt uns über den Kleinkaltar und vorbei am Gipfel Rotpalfen (2367m), den man natürlich auch noch ersteigen kann. Es gibt einzelne Stellen bis II, die unversichert abgeklettert werden müssen. An einer Stelle kann auch abgeseilt werden. [[DivClear]]
[[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_09&align=left&title=Schöner Fleck von der Schärtenspitze aus&desc=Schöner Fleck von der Schärtenspitze aus gesehen. Darunter kann man die II.er Platte und die breite Schnee-/Schuttrinne erkennen]][[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_08&align=right&title=Platte unterhalb des Schönen Flecks&desc=Platte unterhalb des Schönen Flecks]]Von Schönen Fleck geht es dann ca. 20 Meter wiederum in II.er Gelände in eine breite Schuttrinne hinuter. Die Platte ist mit Rissen durchsetzte und recht griffig aber doch schon recht steil. Abseilen ist hier aber nur mit Verlust einer Bandschlinge oder eines Klemmkeiles möglich, da keine Abseilstelle eingerichtet ist. Nach der Platte geht es nur noch die Schnee/Schuttrinne runter und weiter ducrhs Tal zurück Hütte.
| [[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_10&align=left&title=Hochkalter von der Schärtenspitze aus&desc=Hochkalter von der Schärtenspitze aus]] | [[MyThumbnail?url=blaueis/hochkalter_11&align=left&title=Ganz grober Wegverlauf im Felsteil&desc=Ganz, ganz grober Wegverlauf im Felsteil]] |
| Hochkalter von der Schärtenspitze aus | Ganz, gnaz grober Wegverlauf im obere Teil |
So das war's auch schon. Eine leichte, abwechslungsreiche Hochtour in der unmittelbaren nähe des Watzmanns.