Franks Alpin Seite - Silvrettahorn

Für heute war die Überschreitung des Silvrettahorn von der Klostertaler Umwelthütte zur Wiesbadener Hütte geplant. Es war sollte ein langer Weg werden also machten wir uns auch zeitig auf. Erstmal durch den Rest des Klostertales zum gleichnamigen Gletscher. Eine recht ungemütliche Tappserei, da es hauptsächlich über Geröllmuränen ging, deren Steinzwischenräume allerdings verschneit waren. So brauchten wir dann auch über 3 Stunden, bis wir den Gletscher endlich erreicht hatten und damit war schon fast klar, das wir eine Überschreitung nicht schaffen würden.
Dort wurde sich dann angeseilt und weiter ging es in Richtung Rothflühlücke, den Sattel zwischen dem Knoten und der Rotflüh. Der Aufstieg über den Gletscher war, soweit man es beurteilen konnte spaltenfrei und recht unproblematisch. Dank des Neuschnees aber recht anstrengend, was vor allem Elmars Vater zu schaffen machte. So brauchten wir auch für dieses Stück länger als geplant. In der Lücke machten wir dann eine kurze Pause, danach sollte es den steilen Anstieg zum Knoten geben.


Nach kurzer Pause ging es dann auf schon bekanntem Weg wieder zurück zum Knoten. Der Grad ist in dieser Richtung deutlich einfachen, da man jetzt bergauf klettert und nicht abwärts. Vom Knoten runter in die Lücke, wo Karl-Otto schon wartete, wieder anseilen, über den Gletscher zurück ins Klostertal. Und dort dann noch die lange unbequeme Hatsch zurück zur Hütte...

Irgendwie war ich an diesem Abend ganz schön platt. Ich musste mich in der Hütte erstmal 20 Minuten hinlegen. Ich hatte mich wohl noch nicht so richtig an die Höhe und die Anstrengung gewöhnt. Aber nach der kurzen Pause ging es dann wieder und wir hatten einen gemütlichen Abend auf der Klostertaler Umwelthütte.
Auch wenn es mit der Überschreitung nicht geklappt hat und aus den geplanten vier Gipfeln nur einer wurde, war es eine schöne Tour.