Franks Alpin Seite - Winterberg
Noch vom Wanderweg aus sahen wir eine steile Rinne, in der unsere Vorsteiger hinnaufgestiegen sind und so wollten wir es auch tun. Die Spur führte in halber Höhe in die Rinne. Kurz vor der Rinne gab es aber ein kleine Kletterpassage, die bei den gegebenen Bedingungen sehr unangenehm war. Hier wäre es besser gewesen, man hätte die Rinne an unteren Ende bestiegen.
Nach der Rinne, ging es weiter über das Firnfeld, in dem es aber auch ein paar Löcher gab und die Randspalte war stellenweise auch nicht völlig zugeschneit, es war also doch ein bischen Vorsicht angesagt. 100 Meter unter dem Gipfel gelangt man auf den Nordostgrad. Wir machten den Fehler und folgten diesem. Der Grad an sich ist ein Schutthaufen, der aber mit Schnee bedeckt war und so versackte man zum teil bis zur Hüfte. Besser wäre es hier gewesen, dem rechten Schneefeld bis kurz unter den Gipfel zu folgen. Tja im Nachhinein ist man immer schlauer... So erreichten wir dann nach knapp 2 Stunden den Gipfel und wurden zum Ausgleich mit einer prächtigen Aussicht belohnt. Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner besten Seite. Wir machten Mittagspause und uns nach eine halben Stunde an den Rückweg.
Da niemand so richtig die Kletterpassage abwärts klettern wollte, versuchten wir eine anderen Weg. Statt dem ersten Schneefeld bis zur Rinne (immer in Richtung Litnzersattel) zu folgen, stiegen wir einfach weiter direkt bergab. Und siehe da, dort gab es ein wunderschönes, schneebedecktes Band, das uns bis zum Bergfuß führte. Ohne Klettern oder andere gefährliche Überraschungen. So konnten wir den Abstieg in nur 25 Minuten bewältigen.
Trotz oder gerade wegen der 'kleineren' Probleme beim Aufstieg, der tollen Aussicht und dem spaßmachenden Tiefschneeabstieg war auch die Winterbergtour ein gelungenes Unternehmen.
Für alle die es interessiert hier noch ein Bild vom der grobe Routenverlauf, der tollen Aussicht auf den Großlitzner und das Seehorn, sowie ein Suchbild mit der Klostertaler Umwelthütte:
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| grober Routenverlauf |
Großlitzner und Seehorn |
Klostertaler Umwelthütte |