Klettergärten (hmm...)

Nun, Klettergärten gibt es ja viele und sie hier alle zu beschreiben würde den Rahmen der Seite wohl deutlich sprengen. Deshalb Beschränke ich mich die Klettergärten, in den ich schon war und auch was zu sagen kann.

 

  • Igel (Stand: 15.08.2008)
    Der Klettergarten in Igel (das liegt bei Trier) ist so zu sagen mein Hausklettergarten. Dort habe ich 2007 mit dem Klettern in einem Kletterkurs der Sektion Trier angefangen. Der Klettergarten an sich ist recht klein. Es gibt ungefähr 40 Routen von UIAA III bis IX. Wobei auch die III.er Routen schon alle in der Senkrechten sind. Das ist für Anfänger nicht gerade ideal, aber auch das kann man überleben. Der zweite Wermutstropfen ist die Länge, oder besser gesagt die Kürze der Routen. Sie liegt um die 10 bis 15 Meter. Man ist also recht schnell oben. Dafür gibt es aber schönen festen Felsen und die Aussicht über die Mosel entschädigt für so einiges.
    Die meisten Routen befinden sich im V.ten bis VIII.ten Grad und sind fast alle mit Bohrhaken ausgerüstet. Mittlerweile gibt es aber ein ein paar 9ner Routen, so dass auch die etwas ambitionierteren Sportkletterer auf ihre Kosten kommen. Ebenso lassen sich viele Routen von oben einhängen, was den Klettergarten auch für Kletterer interessant macht, die sich im Vorstieg noch nicht wohl fühlen. Weitere Infos und ein einfaches Topo (ist nicht mehr ganz aktuell und hat wohl auch den einen oder anderen fehler) findet ihr auf der Webseite der Sektion Trier unter Klettern (wo auch sonst). Es gibt wohl auch einen 'offiziellen' Kletterführer, in dem die neueren Routen auch enthalten sind. Laut Timon (siehe Gästebuch), einfach mal bei Viking Adventures in Trier nachfragen.
    Seit 2008 musste leider eine Klettereinschränkung erlassen werden. In Igel dürfen derzeit nur Mitglieder der Sektion Trier ohne gesonderte Genehmigung klettern. Nicht Sektionsangehörige wenden sich bitte an die Geschäftsstelle. Dort erfahrt ihr, wie ihr zu einer Klettergenehmigung kommt. Die Einhaltung wird auch überwacht. Ebenso sollte es vermieden werden direkt beim Klettergarten zu parken. Die Bauern kommen sonst nicht mit ihrem schwerem Ackergeräten um die Kurven und werden gegebenenfalls den Abschleppdienst rufen. Parken kann man unten in der nähe von Schauinsland. Dort ist ein Parkplatz für Wanderer und Kletterer erstellt worden. Fahrt einfach von Igel kommend, links rein Richtung Schauinsland, nach ca. 200 Metern, in der scharfen Rechtskurve, wieder links rein in den Wald. Nach ca. 400 Metern kommt ihr an eine Abzweigung an der es links einen Parkplatz hat. Dort bitte parken. Der Weg rechts den Berg rauf, führt dann zum Klettergarten (5-10 Minuten).
    Haltet euch Bitte an die Vorgaben, sonst droht leider die Schließung des Klettergartens, was wohl keiner von uns möchte.
  • Gerolstein Hustley (Stand: 22.04.2008)
    Die Hustley bietet schon fast alpines Ambiente. Sie liegt mitten im Naturschutzgebiet "Gerolsteiner Dolomiten". Es ist also schon ein kleines Privileg dort klettern zu dürfen. Deshalb gibt es auch dort einige Regeln die dringend befolgt werden sollten, wie zum Beispiel die notwendige Klettererlaubnis. Diese erhält man entweder bei Tourist Information Gerolsteiner Land, Brunnenstraße 10, 54568 Gerolstein, Tel. 06591/94991 0, Mail: touristinfo(at)gerolsteiner-land(dot)de oder am Wochenende bzw. Feiertagen im Cafe Dolomit Sarresdorfer Straße 2, 54568 Gerolstein, Tel. 06591/985290. Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite des Gerolsteiner Land unter Sporterlebnis - Klettern.
    Und hier findet ihr auch ein einfaches Topo.
    Die Hustley bietet Routen von UIAA III bis IX. Es gibt sogar eine Route in der ein Zwischenstand eingebaut wurde. Diese eignet sich natürlich wunderbar um die Abläufe in einer alpine Mehrseilrouten zu üben.
  • Kirner Dolomiten (Stand: 20.04.2009)
    Ebenso wie Gerolstein ein etwas größerer Klettergarten. Er besteht aus mehreren einzelnen Quarzitfelsen, die sich aus dem Wald erheben. Die meisten Felsen sind so bis 10 Meter hoch, an der Jungfrau gibt es aber auch längere Routen. Die Schwierigkeiten liegen im großen und ganzen zwischen UIAA III und V, was dieses Gebiet sehr interessant für Anfänger macht. Es gibt auch eine Menge sehr gut eingerichteter Routen (alle 2 Meter ein Bohrhaken), was für die Vorstiegneulinge auch recht interessant ist. Es gibt aber auch ein paar schwierigere Routen (bis VIII glaub ich), so dass auch Kirn etwas ambitioniertere Kletterer auf ihr Kosten kommen dürften. Alle Ausstieg (zumindest die, an denen ich war) sind als Standplatz ausgelegt. So kann man auch sehr schön das 'Nachholen' vom Seilkameraden und den Standplatzbau üben.
    Für mich hatte die Kletterei dort Ähnlichkeiten mit Granitkletterei, da der Quarzit in Kirn aus sehr großen Quadern besteht. Zwischen den Quadern findet man dann oft Risse, ähnlich den Schuppen im Granit.
    Eine sehr gute und ausführliche Beschreibung des Klettergebietes Kirner Dolomiten findet man auf der Homepage von Theo unterwegs. Das Gebiete ist auch im Kletterführer Rhein-Main-Gebiet aus dem Panico Verlag beschrieben.