Zeitbedarf 2 ½ Stunde
Kletter-Schwierigkeit V (IV+ 2 p.a.)
Kletterlaenge ~ 320m
Wandhöhe ~ 200m
Hütte Ravensburger
Hütte
   

Plattnitzer Jochspitze - Südwand

 

Der Zustieg:

Hin- und Rückweg

Zur Südwand der Plattnitzer Jochspitze muss man erstmal gelangen. Das ist schon die erste Herausforderung. Auf dem rechten Bild ist die Stelle gezeigt, auf der es erstmal Abwärts geht. Doch bis dahin ist man gut eine Stunde unterwegs. Vom Parkplatz aus geht es erstmal südlich am See entlang bis zur östlichen Staumauer. Dort dann rechts rauf und immer dem Rücken entlang. Wir waren zu weit links im Berghang. Dort ist jede Menge Gestrüpp und es ist schon mühsam hinauf zu kommen. Am Besten geht's wohl wirklich immer an der höchsten Stelle des Rückens lang. Man gelangt dann bald zum Einstieg des Grates. Den lässt man aber rechts liegen und quert den nächsten Hang einfach weglos weiter hoch. Den besten Weg gibt es nicht.  Also einfach hoch. Irgendwann kommt man an eine kleine Abbruchkante. Dort muss man die Stelle auf dem Bild rechts finden. Es geht ca. 70 Meter schräg abwärts zum eigentlichen Einstieg.

 

Das Klettern:

Südwand

Die Kletterei an der Südwand ist abwechslungsreich. Es fängt erstmal ganz harmlos mit 2 Seillängen einfacher Bänder an. Danach kommt etwas Plattenkletterei, wieder luftige Bänder oder aber enge Verschneidungen. So bietet die Alte Südwand alles was es so gibt. Die Schlüsselstelle ist eine doch recht glatte Platte. Es gibt zwar Wasserrillen, aber die sind recht klein und doch weit auseinander. Für mich als Wandkletterer, war es nicht ganz so einfach, sich auf die Reibung der Schuhe zu verlassen. Aber es klappt.

Schlüsselstelle: Platten/WasserrillenDie richtige Schwierigkeit empfand ich aber eher in der letzten Seillänge. Schon von Stand weg hat man das Problem, rechts oder links? Mein Vorkletterer ging links durch jede Menge Geröll, das wollte ich nicht. Aber rechts ist meiner Meinung nach etwas mehr als IVer Kletterei gefragt. Naja, vielleicht ist ja direkt gerade hoch richtig? Aber das Schwierige kommt am Schluss. Die letzten 10 Meter sind eine Verscheidung, die meiner Meinung nach, ebenfalls mehr als IV ist. Dazu kommt ein Seilzug durch ungünstige Routenführung. Wer es sich leisten kann lässt den letzten Haken vor der Verscheidung einfach weg. Dadurch erspart man sich einiges an Seilzug. Oder man nimmt den original Ausstieg. Der lässt die Verschneidung links liegen und führt auf den Ostgrat. Von dort dann nach Westen zum Gipfel.

Wie auch immer, der Ausstieg aus der Verscheidung ist dieselbe aber Wert... Wieso? Das verrate ich hier nicht. Dazu müsst ihr sie schon klettern.

 

Der Abstieg:

Gipfel mit Gipfelkreuz

So zum Schluss noch ein schnelles Gipfelkreuzfoto, und dann wieder runter. Wie? Naja, das ist nicht ganz so schwer zu finden wie der Zustieg. Man folgt einfach den Fußspuren nach Westen über den Gipfelkamm. Am Vorgipfel geht es dann langsam und sachte nach rechts unten. Dann folgt man eigentlich immer der Nase zurück am Bergfuß zum See. Auch hier ist der Weg nicht wirklich zu erkennen, aber mit ein bisschen Orientierungssinn findet man sich schon zurecht.