Franks Alpin Seite - Nordkante
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6 Stunde |
| IV+ | |
| ~ 400m | |
| ~ 450m | |
| Ravensburger Hütte |
Angeblich eine der 10 schönsten Nordkanten der nördlichen Alpen. Ob das so ist, kann ich nicht beurteilen, lohnenswert ist sie auf alle Fälle. Der Einstieg ist nach ca. einer Stunde von der Hütte erreicht. Zum Einstieg gibt es einen kleinen Felsvorsprung zu überwinden. Ganz ängstlich sollte man dort nicht sein. Am Einstieg selbst ist dann aber wieder genug Platz um sich für die Kletterei vorzubereiten.
Los geht es dann erstmal mit zwei Seillängen Wandkletterei, die durch einen breite Wasserrinne den ersten Pfeiler hinnaufführt. Da es sich um die Nordkante handelt, klettern man natürlich im Schatten rum und die Felsen sind entsprechend kalt. Das schöne ist aber, das man die Sonne weiter oben am Grat schon sieht.
Nach dem ersten Pfeiler fängt die Gratkletterei im schönsten Kalkstein an. Hier ist nichts mehr locker oder brüchig, alles schön fest.
Bald gelangt man an die Schlüsselstelle. Die sieht im ersten Moment auch gar nicht schwer aus, aber irgendwie bieten diese zwei parallel laufenden Risse nicht wirklich tolle Griffe. Aber etwas Herausforderung muss ja sein, oder? Im Top ist eine Umgehung dieser Stelle als möglich eingetragen, gefunden haben wir diese aber nicht. Mann muss dann wohl schon einige Meter weiter unten nach rechts in die Wand queren. Anders kann ich mir das nicht vorstellen, aber darauf gebe ich auch keine Garantie. Denn 'richtigen' Weg muss sich ein jeder selbst suchen.
Nach der Schlüsselstelle hat man mehrere Seilängen genuß Gratkletterei vor sich. Die Tiefblicke sind toll, der Fels, wie gesagt, fest und es mach einfach Spaß dort zu klettern. Hier mal ein paar Bilder:
Die letzte Seillänge birgt dann nochmal das Risiko, sich zu versteigen. Die eigentlich Router verläuft tatsächlich entlang der Kante.
Unsere Kletterpartner,
die vor uns stiegen, sahen das aber anders und sind nach rechts in die Westwand gequert. Dort durften sie dann eine 5+/6- Stelle mitnehmen um dann wieder auf die Kante zurückzukommen. Sie haben quasi die letze Seillänge der Waetwand-Route genommen. Auf den Bilder sieht man schön der Versteigen. Ichhabe die richtige Route mal mir grün eingetragen... Das Ergbnis ist natürlich das selbe.

Die letzten Meter zum Gifel sind dann im vergleichsweise einfaches schroffen Gelände und bald steht man am Gipfel der Roggalspitze. Die Aussicht runter zur Hütte und zum Spullersee, sowie zu den umliegenden Bergen ist (wie fast überall) wieder traumhaft....
Ganz unterschätzen sollte man auch den Abstieg nicht. Er führt steile Grashänge, evtl. Schneefelder und einen mäßig gesicherten Steig hinunter. Für den Rückweg sollte man bei schönem Wetter durchaus eine gute Stunde kalkulieren. So kommt man dann doch recht schnell auf einen tagfüllende Unternehmenung. Insgesamt brauchten wir (mit Pausen) 9 Stunden.
So nun zum Abschuß noch ein Bild mit dem groben Routeverlauf und einen kleinen Einblick in die Westwand und den Spullersee:
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| grober Routenverlauf | Kante und Westwand | Spullersee |
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